Route des Grandes Alpes

Mit dem Wohnmobil im Herbst 2021 vom Genfer See durch und über die französischen Alpen ans Mittelmeer.

Eingezeichnet ist die offizielle Route durch die französischen Hochalpen mit siebzehn Pässen bis auf eine Höhe von 2740 m.

Allerdings, wegen eines Schlechtwettereinbruchs haben wir ab Briançon den Weg weiter westlich und dafür etwas tiefer gewählt.

Die erste Nacht verbringen wir bei einer Klosterruine im Tal der Drance.

Am nächsten Morgen geht's über einen ersten Pass (Col de Joux Plane), dem auch die Tour-de-France-Fahrer grossen Respekt zollen.

Wir machen einen Abstecher Richtung Schweizergrenze zum Felsenring CIRQUE DU FER A CHEVAL de SIXT.

Hinter dem Sturzbach mit dem despektierlichen Namen PISSE DE VACHE (Kuh-Brunz) liegt die Schweiz.

Langsam kommen wir in die Zone mit Alpwirtschaft ...

... und schrauben uns über viele Haarnadelkurven ins Hochgebirge.

Kurzer Halt auf dem COL DU GALIBIER.

Wir bleiben weiter auf der ROUTE DES GRANDES ALPES ...

... und geniessen die hochalpine Landschaft.

Langsam kündigt sich ein Wetterwechsel an.

Am nächsten Tag ununterbrochener Gewitterregen. Es will nicht mehr aufhören.

Unten im Tal wollen wir bei strömendem Regen in der "Ma Chaumière", also in "meiner kleinen Strohhütte" einkehren.

Aber wo hintreten beim Aussteigen?

Wir erwarten eine billige Pizzeria, doch drinnen treffen wir auf ungeschminktes Alltagsleben à la Française:

An den Tischen sitzen Arbeiter und Handwerker. Sie reden miteinander quer über die Tische. Auf den Tisch kommt was Madame gekocht hat. Wir verstehen nicht alles, als sie ihr dreigängiges Essen erklärt. Aber sie versichert uns, dass es uns schmecken werde. Und so war es auch.

Wir fahren über einen weiteren Pass, den COL DE TOUTES AURES ...

... und durch den "LA ROCHE PERCEE".

Damit kommen wir ins Tal des VAR

Der Fluss, der dem Département den Namen gegeben hat, ist meist noch ungebändigt.

Manchmal kommt er breit daher und füllt das ganze Tal aus.

Und dann wieder zwängen sich Fluss und Strasse durch enge Schluchten.

Bei NIZZA mündet der VAR ins Mittelmeer.

Auf der Panoramastrasse CORNICHE Nice-Monaco hoch über BEAULIEU-SUR-MER geniessen wir den Ausblick.

Wir folgen der Küste fast bis Genua und wechseln dann für die Heimfahrt ins Piemont

Über Nebenstrassen Richtung ALBA fahren wir nicht vorbei an den Piemontkirschen (Werbung Mon Chérie) sondern an den typischen Haselnussplantagen.

Stop! - das muss er sein! Unverhofft treffe ich hier im Nirgendwo auf die BAHNSTATION SANTO STEFANO BELBO.

SANTO STEFANO BELBO wäre touristisch völlig belanglos, wenn es nicht der Geburtsort des in Italien bekannten Dichters CESARE PAVESE wäre. In seinem letzten Roman (1950) beschreibt er diesen Ort. Eine Gedenktafel ist am Gebäude angebracht mit dem wesentlichen Abschnitt, der den Bahnhof betrifft.

Es hat noch eine zweite Tafel mit dem ganzen Abschnitt, doch der Text ist leider verwittert.

Wie man sieht, wurde wurde der Bahnbetrieb eingestellt (2012).

Anschliessend besuchen wir ALBA. In der Stadt treffen wir auf Kunstaustellungen. An einer Kirche ist uns das besondere Kruzifix aufgefallen

Soll Jesus wohl mit seinen Schlüsseln unsere Probleme am Boden lösen?

Auch Cuneo - schon fast in den Bergen - hat eine reizvolle Altstadt.

Wo wir in einer alten Trattoria einheimisches Essen, auf hohem Niveau gekocht, geniessen.

Bei der Millionenstadt Turin fahren wir auf den "Hausberg" SUPERGA. Hier sind die Könige von Savoyen und Piemont begraben.

Mit herrlichem Ausblick auf die Stadt und die Berge im Hintergrund

Der PO hat hier schon eine eindrückliche Breite.

In der Ferne lässt sich sogar der MONT BLANC im Dunst der Wolken erahnen

Zurück geht's durchs Aostatal und über den Grossen Sankt Bernhard.